Alfons Hörmann ist seit Dezember 2013 Präsident des DSOB
Hörmann wurde 2005 zum Präsidenten des Deutschen Ski-Verbandes gewählt © imago

Der designierte Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, hat in der Diskussion um ein Anti-Doping-Gesetz die Haltung des deutschen Sports kritisiert.

"Die derzeitige Defensivposition des Sports zu diesem Thema ist dauerhaft nicht akzeptabel, weil sie der gesellschaftlichen Akzeptanz des Sports schadet. Deshalb müsse der Sport mit der Politik gemeinsam einen Weg finden," sagte Hörmann im "Deutschlandradio".

Der 53-Jährige räumte zugleich ein, dass das in dem schwierigen und auch juristisch sehr komplexen Thema nicht ganz einfach sei.

"Aber das soll uns nicht daran hindern, nach einem für alle Beteiligten gut akzeptablen Kompromiss zu suchen."

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) machen sich gemeinsam für ein Anti-Doping-Gesetz stark.

Beide Verbände wollen bei der DOSB-Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Wiesbaden eine entsprechende Resolution einbringen.

Der Deutsche Handballbund (DHB) signalisierte bereits Zustimmung. Bisher hatte der DOSB eine ablehnende Haltung zu einer gesetzlichen Regelung eingenommen.

In Wiesbaden soll zudem Alfons Hörmann, Chef des Deutschen Skiverbandes, zum Nachfolger von Thomas Bach gekürt werden.

Bach war am 10. September zum ersten deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden.

Bach hat für die Inthronisierung seines Nachfolgers in den Rhein-Main-Hallen sein Kommen angekündigt.

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