Der deutsche Spitzensport fordert wesentlich mehr Geld vom Bundesinnenministerium.

Nach "FAZ"-Informationen rechnete ein Gremium unter Leitung von Christa Thiel, Vizepräsidentin im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), einen Mehrbedarf in Höhe von 38 Millionen Euro pro Jahr aus.

Mit welcher konkreten Forderung der Dachverband an das BMI herantreten wird, ist noch unklar.

Entsprechende Beratungen haben noch nicht stattgefunden.

"Wir werden nach den Koalitionsverhandlungen sehen, wer in der Zukunft Verantwortung für den Sport übernehmen wird und dann der neuen Bundesregierung und dem neuen Parlament den Finanzbedarf des Spitzensports darstellen", sagte DOSB-Generalsekretär Michael Vesper am Sonntag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In diesem Jahr umfasst die vom BMI finanzierte Förderung des Sports 130 Millionen Euro. Nach den Wünschen des DOSB soll der Etat auf etwa 170 Millionen Euro pro Jahr steigen - das entspräche einem Anstieg von 30 Prozent.

Hintergrund der Kalkulation ist die zunehmende internationale Konkurrenz sowie der Anspruch der Regierung an die olympischen Verbände, bei Olympischen Spielen zu den Besten zu gehören.

Weiterlesen