Dem jamaikanischen Sport droht der nächste Dopingfall.

Kenneth Edwards, der 2012 bei den Olympischen Spielen im Taekwondo an den Start gegangen war, wurde im September in der A-Probe positiv auf ein Diuretikum getestet.

Diuretika dienen der Entwässerung des Körpers. Sie können aber auch Dopingsubstanzen verschleiern, stehen deshalb auf der Liste der verbotenen Substanzen. Edwards beteuert seine Unschuld und hat die Öffnung der B-Probe beantragt.

Der neuerliche Fall kommt dem Heimatland von Sprint-Superstar Usain Bolt äußerst ungelegen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte erst kürzlich moniert, dass sie in Jamaika keine Fortschritte für ein glaubwürdigeres Doping-Kontrollsystem erkennen könne.

WADA-Direktor David Howman hatte nach zahlreichen Dopingfällen ein völlig unzureichendes Testprogramm in Jamaika kritisiert.

In den fünf Monaten vor Olympia 2012 in London soll Jamaikas Anti-Doping-Agentur nur eine Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe durchgeführt haben.

In diesem Jahr waren vier Athleten bei Jamaikas Meisterschaften überführt worden, darunter der ehemalige 100-m-Weltrekordler Asafa Powell sowie die Weltklassesprinterinnen Sherone Simpson und Veronica Campbell-Brown.

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