Nach ihrem unerwarteten WM-Coup am Zuckerhut konnte Judoka Laura Vargas Koch ihr Glück kaum fassen.

"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Ich bin einfach nur total glücklich", sagte die 23 Jahre alte Berlinerin nach ihrem zweiten Platz bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro.

Am Sonntag im nicht-olympischen Team-Wettbewerb setzt sie nun auf den nächsten Streich. "Ich hoffe, dass alle, die bis jetzt noch keine Medaille gekriegt haben, sich dann auch über eine Medaille freuen können."

Vargas Koch hatte am Freitag in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm einen unglaublichen Wettkampf abgeliefert und musste erst im Finale der Olympia-Dritten Yuri Alvear aus Kolumbien den Vortritt lassen.

Akribisch hatte sich die Berlinerin auf ihre erste WM vorbereitet - und dabei auch den Gang in die Kältekammer nicht gescheut. "Hier kann man zwei bis drei Minuten bei minus 110 Grad verbringen, was die Regeneration beschleunigt", erklärte Vargas Koch. Ihr Fazit: "Auf jeden Fall ein Erlebnis!"

Das war die WM für Kerstin Thiele sicher nicht. Die Olympia-Zweite, die erst Mitte Juli nach langer Verletzungspause ihr Comeback feierte, hatte Lospech. Sie bekam zum Auftakt in der Klasse bis 78 Kilo die spätere Weltmeisterin Kyong Sol aus Nordkorea zur Gegnerin und schied durch Bestrafungen aus.

"Die Enttäuschung sitzt tief, aber die nächste Chance kommt bestimmt", erklärte die 27-Jährige auf ihrer Facebook-Seite.

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