Charlotte Knobloch (80), langjährige Präsidentin des Zentralrats der Juden, hat Thomas Bach in dessen Eigenschaft als Präsident des deutsch-arabischen Handels-Dienstleisters Ghorfa zu pro-israelischem Engagement aufgefordert.

Sie sei überzeugt, sagte Knobloch der "Süddeutschen Zeitung", dass Bach seine verantwortungsbewusste Haltung auch bei der Ghorfa umsetze, fügte aber an:

"Dazu gehört zweifelsohne, dass er alles in seiner Macht stehende unternimmt, um schnellstmögliche Entscheidungen der Ghorfa zu erwirken, die den Boykott israelischer Waren beenden und eine engere Kooperation mit Israel ermöglichen."

Knobloch verwies darauf, dass Bach "als Korrektiv in dieser Organisation" eine zentrale Rolle einnehme. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), am 10. September Favorit bei der Wahl des neunten IOC-Präsidenten, ist bereits seit 2006 Präsident der Ghorfa.

Die Organisation vergibt unter anderem sogenannte Vorlegalisierungen für die Einfuhr von Waren in arabische Länder. In einigen davon ist der Import von israelischen Waren verboten.

Knobloch gilt grundsätzlich als Unterstützerin Bachs, der ihr Ende 2012 für ihren Einsatz für den Sport sowie für ihre Verdienste um die Versöhnung zwischen Juden und Deutschen die DOSB-Ehrenmedaille verliehen hat.

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