In der Diskussion um die vielbeachtete Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" fordern Bündnis 90/Die Grünen die Fortsetzung der Forschungen für den Zeitraum nach der Wiedervereinigung.

Einen entsprechenden Antrag brachte die Bundestagsfraktion in die Sportausschuss-Sondersitzung am Montag ein.

"Die Aufarbeitung der Dopinggeschichte Deutschlands muss weitergeführt werden", heißt es in dem Antrag. Darin wird auch gefordert, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) finanziell an den weiteren Forschungen beteiligen soll. Der organisierte Sport sei in einer "Bringschuld, um zu Aufklärung und Aufarbeitung der Dopingvergangenheit beizutragen".

In der Studie hatten Berliner Wissenschaftler Westdeutschland in den Jahren vor der Wende "systemisches Doping" sowie vom Staat finanzierte Dopingforschung attestiert.

Jedoch konnte nach einem Streit um die Finanzierung der dritte Teilabschnitt für die Jahre nach 1990 nicht abschließend erforscht werden.

In dem Antrag fordern die Grünen zudem mehr finanzielle Mittel für die Dopingprävention sowie eine langfristige Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA).

Für sie sollen zukünftig fünf Prozent der staatlichen Spitzensportförderung vorgesehen sein. Ein entsprechender Antrag der Grünen war in der laufenden Legislaturperiode bereits abgelehnt worden. Darüber hinaus erneuterten die Grünen auch ihren Vorschlag für ein Anti-Doping-Gesetz mit dem Straftatbestand "Sportbetrug".

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