Mareen Kräh hat am zweiten Tag der Judo-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro überraschend die erste deutsche Medaille geholt.

Die zweimalige EM-Dritte aus Spremberg gewann in der Klasse bis 52 kg das Duell um Bronze gegen die Weltranglistenzweite Andreea Chitu (Rumänien) durch Ippon nach 67 Sekunden.

Bei den Männern war für Sebastian Seidl (Abensberg) in der Klasse bis 66 kg in der dritten Runde Endstation.

"Unbeschreiblich, ich bin sprachlos", sagte Kräh auf der Homepage des Deutschen Judo-Bundes.

Zufrieden zeigte sich auch Bundestrainer Michael Bazynski: "Endlich hat sie es geschafft. Verdient hat sie es schon lange."

Die 29-Jährige bewies besonders im Achtelfinale starke Nerven, als sie Bundmaa Munkhbaatar aus der Mongolei, Dritte der WM 2010, sechs Sekunden vor Ende bezwang.

Nach einer anschließenden Niederlage gegen die spätere Weltmeisterin Majlinda Kelmendi (Kosovo) ging es in die Trostrunde, wo nach einem Sieg gegen Yanet Bermoy Acosta aus Kuba das erfolgreiche Bronze-Duell gegen Chitu folgte.

Seidl bezwang zwar zum Auftakt Andre Soares aus Portugal, unterlag dann aber dem EM-Dritten Dimitri Dragin aus Frankreich.

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