Der Göttinger Verlag "Die Werkstatt" hat für kommende Woche die Veröffentlichung der brisanten Dopingstudie angekündigt.

Bereits am Montag wird das Thema "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" Thema einer Sondersitzung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag in Berlin sein.

"Siegen um jeden Preis" lautet der Titel des 448 Seiten umfassenden Werkes über Geschichte, Recht und Ethik 1972 - 1990.

Der Verlag kündigte an, erst in der vollständigen Version werde das zentrale Ergebnis der Studie der Berliner Humboldt-Universität sichtbar und nachvollziehbar.

Nachdem die mit öffentlichen Mitteln finanzierte Studie zunächst nicht erscheinen durfte, hatten Medienberichte vor wenigen Wochen die Veröffentlichung einer stark gekürzten Fassung im Internet erzwungen.

In dem Buch könne nun das Team um den Sporthistoriker und Doping-Fachmann Giselher Spitzer für die 70er und 80er Jahre nachweisen, dass führende Sportfunktionäre wie Willi Daume, früherer Präsident des Nationalen Olympischen Komitees NOK, und August Kirsch, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV, gut informiert gewesen seien über die Dopingpraxis, die auch damals schon gegen Verbandsregeln verstoßen und die Gesundheit der Sportler gefährdet habe.

Führende Institute der Sportmedizin sollen ihre Forschungsergebnisse unter Missachtung ärztlicher Ethik für den Spitzensport nutzbar gemacht haben. Finanziert worden sei dies über Steuergelder.

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