Überschattet vom weitgreifenden Kampfrichter-Skandal starten am Mittwoch in Kiew die Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Wegen Manipulationen bei drei Referee-Lehrgängen am Ende des vergangenen Jahres sind sechs Kampfrichterinnen aus dem Technischen Komitee bis zum 31. Dezember 2014 suspendiert und dürfen in Kiew nicht mitwerten.

Während die deutsche Gruppe im Vergleich zum vergangenen Olympiajahr in neuer Formation und mit neuen Choreographien an den Start geht, bleibt es bei den Einzel-Gymnastinnen bei der bisher bewährten Besetzung.

Olympia-Teilnehmerin Jana Berezko-Marggrander aus Schmiden strebt ebenso wie Laura Jung aus St. Wendel den Einzug in das Mehrkampf-Finale der besten 24 Gymnastinnen am Freitag an und hofft auf einen Premieren-Einzug in eines der Gerätefinals.

Hoffnungsvoll geht die Gruppe unter Leitung der neuen Teamchefin Karina Pfennig ins WM-Rennen, nachdem beim Weltcup in St. Petersburg mit den Plätzen fünf und sechs Topplatzierungen gelangen.

"Unser Ziel sind die Top Acht und das Erreichen mindestens eines Finales", erklärte Karina Pfennig. "Wir haben uns für zwei schnelle Musiken entschieden. Dadurch sind die Choreographien sehr dynamisch und tänzerisch interessant geworden, worauf nach dem neuen Reglement sehr viel Wert gelegt wird", meinte die Teamchefin.

St. Petersburg habe gezeigt, dass die Deutschen Anschluss an die Weltspitze gefunden haben. Die Mannschaften aus Russland, Weißrussland und Italien seien die klaren Favoriten und derzeit für die deutsche Gruppe unerreichbar, sagte Karina Pfennig.

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