Nach der Androhung eines Olympia-Ausschlusses für Jamaika hat die Politik des Inselstaates reagiert.

"Unser Anti-Doping-System ist nicht so schlecht, wie es hingestellt wird. Doch die Regierung verpflichtet sich, mehr zu tun", sagte Natalie Neita-Headley, die für den Sport zuständige Ministerin, der Zeitung "Jamaica Gleaner".

Nach heftiger Kritik am Kontrollsystem der Karibikinsel durch Renee Anne Shirley, ehemalige Geschäftsführerin der Anti-Doping-Kommission von Jamaika (Jadco), hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) einen Olympia-Ausschluss angedroht, wenn das Testprogramm weiter unzureichend bleibe und Warnungen in den Wind geschlagen würden.

In den fünf Monaten vor den Sommerspielen 2012 in London soll Jamaikas Anti-Doping-Agentur nur eine Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe durchgeführt haben.

In diesem Jahr waren fünf Athleten im Mai bzw. Juni bei Jamaikas Meisterschaften überführt worden, darunter Ex-Weltrekordler Asafa Powell sowie die Weltklasse-Sprinterinnen Sherone Simpson und Veronica Campbell-Brown.

"Möglicherweise ist der Idealstandard nicht erreicht. Aber es gibt deutliche Verbesserungen im Anti-Doping-System", betonte Natalie Neita-Headley.

Außerdem machte sie deutlich: "Wir waren gut im Sport, bevor man im Internet verbotene Mittel bestellen konnte."

Die Aussagen der früheren Jadco-Geschäftsführerin nannte sie bedauerlich "und sehr negativ für unser Land".

Man müsse nun die Defizite aufarbeiten, dabei solle das Prinzip gelten: "Der Sport ist wichtiger als jede Person."

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