Der zweimalige Olympia-Medaillengewinner Sushil Kumar aus Indien hat vor seinem Sieg bei den Ringer-Weltmeisterschaften 2010 in Moskau nach eigenen Angaben Bestechungsgeld abgelehnt.

Das bestätigte der 30-jährige Freistilringer im Gespräch mit der Tageszeitung "Times of India".

Kumar sollte demnach angeblich das Finale der Klasse bis 66 kg gegen den russischen Lokalmatadoren Alan Gogajew verlieren.

"Ich war fassungslos", sagte Kumar: "Sie haben wohl gedacht: Es ist unser Land, also soll auch unser Ringer gewinnen."

Einer der ausländischen Trainer habe das Angebot bekommen, es sollen umgerechnet mehrere Hunderttausend Euro für den Kämpfer drin gewesen sein.

"Richtig viel Geld für einen Ringer", so Kumar.

Doch der erfolgreiche Olympia-Ringer, der in London 2012 Silber und in Peking 2008 Bronze holte, ging nicht darauf ein.

Er gewann das Finale von Moskau mit 3:1.

"Es war eine Frage der Ehre", so Kumar.

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