Angeführt von Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn starten die deutschen Modernen Fünfkämpfer am Mittwoch in die Weltmeisterschaften in Kaohsiung/Taiwan.

Nach einer studienbedingten sportlichen Auszeit im Anschluss von London 2012 und der schrittweisen Erhöhung des Trainingspensums geht die 27-Jährige den Saisonhöhepunkt jedoch mit bescheidenen Zielen an.

"Ich sehe den Wettkampf eigentlich ganz entspannt und habe keine besonders großen Erwartungen. Ich bin ganz gut drauf, werde aber zum Beispiel sicher keine Bestzeit schwimmen", sagte Schöneborn.

Wichtig sei es, sich ein Ticket für das Finale am Freitag zu sichern: "Dann kommt es immer auch auf die Tagesform an."

Neben Schöneborn gehen die EM-Sechste Annika Schleu sowie Claudia Knack im Einzel an den Start. Janine Kohlmann laboriert an einer Oberschenkelverletzung und reist nach.

Sollte die 22-Jährige rechtzeitig fit werden, dürfte sie in der Staffel am Montag starten, in der die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger antritt.

Die Planungen für die Qualifikationswettbewerbe wurden derweil aufgrund einer Taifun-Warnung gehörig durcheinandergewirbelt.

So wurde der für Mittwoch geplante Combined der Frauen auf Donnerstag verschoben, die Männer fechten bereits am Mittwoch und damit einen Tag früher als gewollt. "Unsere Frauen haben somit keinen Pausentag zwischen Semifinale und Finale", berichtete Bundestrainerin Kim Raisner am Dienstag in Kaohsiung.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Wettkampf der Modernen Fünfkämpfer in Ostasien von einer Naturkatastrophe beeinflusst wird. Bereits der Weltcup in Chengdu/China im April war von einem Erdbeben überschattet worden.

Bei den Männern wollen Alexander Nobis sowie Stefan Köllner die Endrunde am Samstag erreichen. Zudem feiert der 19-jährige Fabian Liebig sein WM-Debüt. Der deutsche Meister Patrick Dogue fehlt verletzt, der Olympiafünfte Steffen Gebhardt pausiert.

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