Die Welle von Doping-Skandalen in der Türkei hat nun auch das traditionelle Ölringen erfasst.

Champion Ali Gürbüz, der noch im vergangenen Monat beim Kirkpinar-Turnier (Provinz Edirne) siegreich war, sei positiv getestet worden, berichteten türkische Medien am Montag.

Zudem sollen 16 weitere Sportler verbotene, leistungssteigernde Mittel genommen haben. Es drohen Sperren von zwei Jahren. Das Ölringen kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken und genießt in der Türkei hohes Ansehen.

Die Serie von Doping-Skandalen droht inzwischen zur Belastung die Bewerbung Istanbuls um die Olympischen Spiele 2020 zu werden.

Anfang des Monats war deswegen der Präsident des türkischen Leichtathletik-Verbandes (TAF), Mehmet Terzi, zurückgetreten. Der Verband sperrte 31 Sportler für zwei Jahre, darunter auch Hammerwerfer Esref Apak, den Olympia-Zweiten von 2004. Sein Fall war im Juni bekanntgeworden.

Gut einen Monat vor der Vergabe der Spiele in sieben Jahren hatte Weltverbandspräsident Lamine Diack die Bewerbung der Türken massiv kritisiert und die Aussichten auf Erfolg durch die Dopingprobleme im türkischen Sport als ernsthaft gefährdet eingestuft.

"Sie können sich nicht um Olympische Spiele bewerben, wenn sie ihre Athleten nicht kontrollieren können", hatte Diack gesagt.

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