Die Florettfechter um den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich haben am Abschlusstag der WM in Budapest das Halbfinale um einen Treffer verpasst und die letzte Chance auf das dritte deutsche Edelmetall nicht nutzen können.

Joppich (Koblenz), Sebastian Bachmann, Johann Gustinelli (beide Tauberbischofsheim) und Marius Braun (Bonn) unterlagen dem WM-Zweiten Frankreich nach einem dramatischen Gefecht 44:45 und wurden Fünfte.

Bei der EM in Zagreb im Juni hatte das deutsche Team die Goldmedaille gewonnen.

Die Säbelfechterinnen Stefanie Kubissa, Sibylle Klemm, Anna Limbach (alle Dormagen) und Alexandra Bujdoso (Koblenz) unterlagen im Achtelfinale Südkorea mit Olympiasiegerin Kim Ji Yeon 35:45 und kamen am Ende auf Platz elf.

Damit holte der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) in der ungarischen Hauptstadt durch Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) mit Degen-Bronze und Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim) mit Florett-Silber zwei Medaillen.

Auch bei der letzten WM 2011 in Catania und den Olympischen Spielen in London hatte es für die deutschen Fechter jeweils einmal Silber und einmal Bronze gegeben. In den sechs Teamwettbewerben gingen die Deutschen jedoch komplett leer aus."

"Wenn man mit zwei Medaillen in die Wettbewerbe startet und dann nichts mehr dazu kommt, schwindet natürlich erst einmal die Freude", sagte DFeB-Vizepräsident Dieter Lammer.

"Wir haben sicherlich erhofft, in den Mannschaftentscheidungen um die eine oder andere Medaille mitzufechten. Aber wir sind im Umbruch und haben unser ausgegebenes Ziel von zwei Medaillen erreicht."

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