Das Warten auf die dritte deutsche Medaille bei der Fecht-WM in Budapest geht weiter.

Am zweiten Tag der Mannschaftentscheidungen gab es für die Degenfechterinnen ohne Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann mit Rang elf das schlechteste Ergebnis seit 15 Jahren. Das Männerteam schied überraschend sogar schon in der Runde der letzten 32 aus.

Die zweimalige Europameisterin Imke Duplitzer (Halle/Saale), die Olympiazehnte Monika Sozanska (Leipzig), Beate Christmann (Tauberbischofsheim) und Anja Schünke (Heidenheim) verloren im Achtelfinale gegen Italien 26:38. Heidemann, Bronzemedaillengewinnerin im Einzel, tritt in dieser Saison nicht in der Mannschaft an und erlebte die Gefechte nur als Zuschauerin.

"Der heutige Tag war sehr enttäuschend. Die Mannschaften müssen sich noch finden, das haben sie noch nicht getan", sagte Sportdirektor Sven Ressel: "Vielleicht ist so ein Ergebnis aber auch gar nicht schlecht. Jetzt müssen wir was verändern."

Besonders die bittere Pleite der Degenherren wurmte die Deutschen.

Das Quartett mit dem zweimaligen Europameister Jörg Fiedler (Leipzig), Norman Ackermann (Tauberbischofsheim), Falk Spautz (Leverkusen) und Steffen Launer (Leipzig) verlor das Auftaktgefecht gegen Rumänien 25:29 und kamen nur auf Platz 18. Selbst die Qualifikation für die Platzierungsrunde schaffte das Team nicht.

"Wir werden personelle Veränderungen im Team vornehmen. In der Konstellation brauchen wir nicht weiterzumachen", sagte Ressel: "Für mich ist Herrendegen das größte Problem derzeit."

Bisher gab es für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) in der ungarischen Hauptstadt einmal Bronze durch Heidemann und Silber durch Florettfechterin Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim).

Am Abschlusstag am Montag geht es noch für die Florettfechter um den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich (Koblenz) und die Säbel-Damen um Medaillen.

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