Ausgerechnet beim Gastgeber der nächsten zwei größten Sommersport-Ereignisse der Welt treten bei der Jagd nach Dopingsündern weiter Probleme auf.

Dem Anti-Doping-Labor in Rio Janeiro wurde am Freitag gut ein Jahr vor der Fußball-WM in Brasilien und drei Jahre vor den Olympischen Sommerspielen am Zuckerhut zum zweiten Mal binnen 24 Monaten die Zulassung durch die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) entzogen.

Zu den Gründen für die Maßnahme, die Brasiliens Dopingbekämpfung in einem schwachen Licht erscheinen lässt, machte die WADA keine Angaben.

In dem Labor in Rio sollen die meisten Dopingkontrollen von WM- und Olympia-Teilnehmern analysiert werden.

Rios Kontrolllabor war bereits von Januar bis Oktober 2012 von Tests zur Messung von Testosteronspiegeln ausgeschlossen worden. Die Einrichtung ist eines von insgesamt 35 weltweit lizenzierten Labors.

Die Betreiber können gegen den WADA-Beschluss vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einlegen.

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