Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seinen schottischen Vizepräsidenten Sir Craig Reedie als seinen Kandidaten für das frei werdende Präsidenten-Amt der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auserkoren.

Das IOC-Exekutivkomitee nominierte den 72-Jährigen bei seinem Meeting am Rande der Leichtathletik-WM in Moskau für die Wahl bei der WADA-Konferenz in Johannesburg (12. bis 15. November).

Reedies Bestätigung durch den WADA-Aufsichtsrat als Nachfolger von John Fahey (Australien), der seinen Posten nach sechs Jahren zur Verfügung stellt, ist nur noch eine Formalie.

Reedie, eine der treibenden Kräfte bei Londons erfolgreicher Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012, setzte sich gegen den zweimaligen 400-m-Hürden-Olympiasieger Edwin Moses (USA) und den früheren IOC-Medizinchef Patrick Schamasch (Frankreich) durch.

Der einstige Badminton-Spieler Reedie, der nach seiner Karriere in den 80ern drei Jahre lang Präsident des Internationalen Badminton-Verbandes IBF war, wird nach dem Kanadier Richard "Dick" Pound (1999 bis 2007) und Australiens Ex-Premier Fahey dritter WADA-Präsident. Die Staatsregierungen der WADA-Mitgliedsländer und das IOC nominieren den Kandidaten für den Posten abwechselnd.

"Das ist ein neuer Schritt in meinem Leben. Ich muss allerdings noch beim WADA-Meeting im November bestätigt werden. Schaut man sich an, wie es bislang gelaufen ist, werden sie wohl 'Ja' sagen", erklärte Reedie.

Reedie, der von Königin Elizabeth II. für seine Verdienste um die London-Sommerspiele zum Ritter geschlagen worden ist, tritt seinen neuen Posten bei erfolgreicher Wahl am 1. Januar an.

Der frühere Chef des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Großbritannien setzt sich unter anderem für Vierjahresperren bei Dopingvergehen ein.

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