Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann hat bei der WM in Budapest die Chance auf ihren zweiten Titel verpasst.

Die Degenspezialistin verlor im Halbfinale gegen die Russin Anna Siwkowa mit 9:15, gewann mit Bronze aber dennoch ihre zehnte WM-Medaille.

"Es hätte noch ein bisschen mehr sein können, aber die Bronzemedaille ist in Ordnung. Ich habe einen sehr guten Tag gehabt, war sehr motiviert, konzentriert und hungrig", sagte die Olympiazweite von London: "Das ist ein tolles Gefühl." Es gewann Julia Beljajewa aus Estland.

Die 30-Jährige aus Leverkusen erfüllte damit auch bereits am zweiten Finaltag die Ziele des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) von zweimal Edelmetall.

Am Mittwoch hatte Florettfechterin Carolin Golubytskyi mit Silber die erste deutsche Medaille in der ungarischen Hauptstadt geholt. Die WM läuft noch bis zum 12. August.

Auf dem Weg ins Finale gewann Heidemann in der Runde der letzten acht in der Neuauflage des denkwürdigen olympischen Halbfinales gegen die Südkoreanerin Shin A Lam mit 15:13. In London hatten sich beide Fechterinnen im Halbfinale gegenübergestanden und sich ein dramatisches Duell geliefert.

Damals hatte es nach Heidemanns Treffer zum 6:5 in allerletzter Sekunde fast eine Stunde gedauert, bis die Deutsche als Finalteilnehmerin feststand.

Die Bilder der weinenden Südkoreanerin, die sich weigerte, die Planche zu verlassen, gingen um die Welt. Heidemann gewann später Silber, Shin nur Blech.

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