In der Diskussion über Doping im westdeutschen Sport haben Willi Daume und Thomas Bach Rückendeckung von Daumes früherem Referenten Jürgen Schröder erhalten.

"Willi Daume hat stets alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel im Kampf gegen Doping eingesetzt. Das Gleiche gilt für Thomas Bach als erfolgreichem Athleten und später in seiner Funktion als Sprecher der Athleten - national und international", sagte der ehemalige Ruderer Schröder, der 1964 in Tokio mit dem Deutschland-Achter Olympia-Silber gewann.

Seine klare Haltung gegen Doping habe sich Bach bis heute bewahrt, so Schröder, der von 1968 bis 1974 persönlicher Referent von Daume war.

Die viel diskutierte Studie des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) über "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" begrüßt der 73-Jährige: "Die Studie dient der Aufklärung und Transparenz und will Erkenntnisse ziehen für Verbesserungen und künftige Entwicklungen."

Schröder warnt allerdings vor "vorschnellen Wertungen, Unterstellungen oder gar einem Generalverdacht".

Im Deutschland-Achter sei zu seiner Zeit Doping nie ein Thema gewesen. Auch habe er zu keinem Zeitpunkt davon gehört, dass insbesondere im Blick auf die Olympischen Spiele 1972 in München "Medaillen um jeden Preis" gefordert wurden.

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