Die Studie "Doping in Deutschland" ist bei deutschen Sportmedizinern auf Kritik gestoßen.

Die Studie sei "bekannt, an einigen Stellen banal und habe mit Doping teilweise nichts zu tun", sagte Präsident Klaus-Michael Braumann von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) der Tageszeitung Westfalenpost.

Braumann gehörte auch dem Beirat des vom Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) initiierten Projektes zur Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit in Westdeutschland an und hatte in dieser Funktion schon Bedenken gegen den Bericht der Forscher von der Berliner Humboldt-Universität geäußert.

Auch Braumanns Kollege Herbert Löllgen bezweifelte die Aussagen der Studie. "Von systemischem Doping, das groß angelegt und politisch gewollt war, kann nicht die Rede sein", sagte der ehemalige Präsident des Sportärzte-Bundes Nordrhein-Westfalen.

In früheren Jahren habe die Einnahme mancher Substanzen möglicherweise Medikamentenmissbrauch bedeutet und nicht Doping, da die Verbotslisten von mehreren Verbänden nicht anerkannt waren und auch nicht anerkannt werden mussten.

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