Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat am Montag wie angekündigt den Abschlussbericht der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" veröffentlicht.

Demnach ist Dopingforschung zum Zwecke der Leistungssteigerung von staatlichen Stellen geduldet und gefördert worden, Staat und Sport-Verbänden seien bis zur Wendezeit schwere Versäumnisse anzulasten.

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) habe die Studie zudem nicht angemessen unterstützt.

Die Studie der Humboldt-Universität Berlin kommt zu dem Schluss, anwendungsorientierte Dopingforschung an der Universität Freiburg unter Leitung des Sportmediziners und früheren Olympia-Arztes Joseph Keul sei "von allen entscheidenden Instanzen entweder toleriert oder sogar befeuert" worden.

"Kurzum" habe Keul "aufgrund der Zustimmung (...) von allen maßgeblichen Organisationen und staatlichen Stellen" davon ausgehen müssen, "dass seine anwendungsorientierte Dopingforschung sportpolitisch gewollt war".

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