Der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher hat sich gegen die Vorwürfe gewehrt, dass Politiker vor den Olympischen Spielen 1972 in München Druck auf Sportmediziner ausgeübt hätten und damit am systematischen Doping in der BRD beteiligt gewesen seien.

"Ich wüsste nicht, wer einen solchen Druck ausgeübt haben sollte. Ich halte das für völlig ausgeschlossen", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag".

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am Samstag mit Verweis auf die bislang unveröffentlichte Studie "Doping in Deutschland" der Humboldt-Universität Berlin über neue Anzeichen für organisiertes Doping und entsprechende Rückendeckung durch staatliche Stellen berichtet.

Über teilweise noch unbekannt gewesene Fakten zu umfangreichen Doping-Forschungsprogrammen in westdeutschen Laboratorien, zusätzliche Informationen über den Umgang mit der Doping-Thematik auf politischer Seite und naheliegende Schlussfolgerungen hinaus liegen jedoch keine Nachweise für gezielte Leistungsmanipulationen bei westdeutschen Aktiven durch verbotene Substanzen vor.

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