Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert eine Rente für Opfer des DDR-Dopingsystems.

Einen entsprechenden Antrag im Bundestag sei auf den Weg gebracht worden, teilte die Fraktion am Donnerstag mit.

"Viele der Dopingopfer haben chronische Gesundheitsschäden, können keiner dauerhaften Berufstätigkeit nachgehen und müssen dadurch mit sehr schlechten finanziellen Bedingungen zurechtkommen", sagte die sportpolitische Sprecherin Viola von Cramon:

"Jeder Tag ist für die Opfer ein Kampf gegen die Folgen des Dopings und gegen die Zeit. Daher muss schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden."

Nach dem Antrag sollen diejenigen Dopingopfer die Rente in Anpruch nehmen, denen als Minderjährige verbotene Substanzen verabreicht worden seien.

Mindestsatz der Rente sollen 200 Euro monatlich sein. Zudem fordern die Grünen die Einrichtung einer unabhängigen Beratungsstelle und die Finanzierung einer medizinischen Studie.

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