Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) sieht in den Ergebnissen einer Studie im Auftrag der Deutschen Sporthilfe keinen Rückschlag im Kampf gegen Doping-Betrüger.

"Wir sind ja nicht blauäugig. Wir kämpfen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Doping, weil wir wissen, dass es Sportler gibt, die dopen", teilte die NADA mit: "Viele Ergebnisse der Studie bestärken uns, dass wir auf dem richtigen Weg."

In der am Mittwoch vorgestellten und von der Deutschen Sporthochschule durchgeführten Studie hatten 5,9 Prozent von 1154 befragten deutschen Spitzenathleten angegeben, "regelmäßig" zu Dopingmitteln zu greifen.

Zudem gebe es eine "nicht unerhebliche Dunkelziffer", da fast die Hälfte (40,7 Prozent) der Sportler eine Antwort auf die Frage verweigerten.

Die NADA erklärte weiter, die Ergebnisse seien kein Beleg für die Ineffektivität des derzeitigen Kontrollsystems.

"Wir alle wissen, wie schwer es ist, gedopte Sportler zu überführen. Aber wir wissen auch aus vielen Gesprächen mit überführten Athleten, dass es durch die qualitativ immer besser werdenden Kontrollen immer schwieriger wird, zu dopen", hieß es weiter.

Zudem kündigte die NADA an, die Präventionsarbeit weiter verstärken zu wollen: "Wenn wir uns die Gründe ansehen, weshalb Athleten zu Dopingmitteln greifen, dann müssen wir genau auf diesem Weg weitergehen."

Als häufigste Gründe für Fehlverhalten hatten die Sportler Erfolgsdruck (88,6 Prozent), Druck durch das Umfeld (79, 8), Streben nach Anerkennung (69,8) und Existenzangst (57,7) angegeben.

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