Ohne ihre Nummer eins Lena Schöneborn starten die Modernen Fünfkämpfer am Mittwoch in die neue Saison.

Die 26 Jahre alte Peking-Olympiasiegerin steckt in den letzten Zügen ihres Management-Studiums in Berlin und wird daher beim Weltcup-Auftakt in Palm Springs/Kalifornien fehlen.

"Ich werde wohl erst beim vierten Weltcup im Mai in Budapest wieder dabei sein", sagte Schöneborn, die seit dem enttäuschenden 15. Rang bei den Olympischen Spielen in London ihr Trainingspensum etwas zurückgefahren hat: "Ich habe mich aber fit gehalten und bin vielleicht bei 80 Prozent."

Ans Aufhören gedacht hat Schöneborn nicht: "Das war eigentlich keine Option. Ich merke, dass ich noch brenne."

Vertreten werden die deutschen Farben in den USA von jeweils drei Männern und Frauen. Die Chancen auf eine Top-Platzierung sind jedoch gering.

Für die Modernen Fünfkämpfer ist es der erste Wettkampf seit der richtungweisenden Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sportart auch 2020 im olympischen Programm zu behalten. Die IOC-Exekutive hatte stattdessen das Ringen gestrichen.

Der Moderne Fünfkampf, 1912 von Baron Pierre de Coubertin, dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, ins Programm der Sommerspiele geholt, hat dies vor allem zahlreichen Neurerungen im Reglement zu verdanken.

Die fünf Disziplinen der Sportart (Reiten, Fechten, Schwimmen und Ausdauerlauf, wie beim Biathlon zusammen mit Schießen) sollen in Rio 2016 nicht mehr an fünf Tagen, sondern binnen fünf Stunden im gleichen Stadion deutlich publikums- und medienwirksamer ausgetragen werden.

Dafür soll sogar ein Swimmingpool in die betreffende Arena gebaut werden. 2013 findet das neue Format jedoch noch keine Anwendung.

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