Anti-Doping-Kämpfer Werner Franke erwartet trotz der massiven Anklage durch den früheren Radsport-Star Jörg Jaksche einen Freispruch für den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes.

"Was beim Fuentes-Prozess in Madrid passiert, ist gewollte Nicht-Aufklärung. Ich sehe die Richterin als Teil des korrupten, staatlich gelenkten spanischen Systems, das aufseiten der Doper ist", sagte Franke.

Er könne sich alternativ zum Freispruch für Dopingarzt Fuentes "allenfalls eine Pipistrafe" vorstellen.

Jaksche hatte vor dem Höchsten Gericht in Madrid Fuentes schwer belastet. Der 36-Jährige, der als geständiger Dopingsünder 2008 seine Karriere beendet hatte, sagte aus, der Mediziner habe sich nicht - wie von ihm behauptet - ausschließlich um die Gesundheit der betreuten Sportler gesorgt.

Fuentes hatte ausgesagt, er habe nur deswegen einen Blutaustausch bei Hochleistungssportlern vorgenommen, wenn deren Blut einen gefährlich niedrigen Hämatokritwert aufgewiesen habe.

Jaksche: "Fuentes hat mit mir nie über Risiken gesprochen."

Manchmal sei er sich nicht sicher gewesen, ob er wirklich das eigene Blut zurückgeführt bekomme: "Ich hätte sterben können."

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