Uneffektiv und reformbedürftig: Dies ist das fast vernichtende Urteil von Uni Sport Pro über die Strukturen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

Die Organisation von 100.000 in diversen Verbänden organisierten Profi- und Amateurathleten fordert nach den jüngsten Dopingskandalen eine Reform der WADA und ihres Codes.

Die wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) in Nyon bei Genf sitzende Organisation führt gute Argumente an: Die Skandale um Lance Armstrong und Australiens Sport hätten die Unwirksamkeit des aktuellen WADA-Testprogramms gezeigt.

Armstrong sei häufig kontrolliert worden, doch keiner der Tests habe ihn überführt.

Uni Sport Pro kritisiert, die aktuellen Regeln und Strukturen reichten nicht aus, um mit korrupten Kulturen innerhalb der Sportorganisationen und der organisierten Kriminalität im Dopingbereich umzugehen.

Saubere Athleten brauchten wirksame und angemessene Anti-Doping-Regeln. Diese müssten sich auf ausreichende Forschung stützen. Außerdem hätten Sportler kein wirksames Mitspracherecht in der WADA.

Darum fordert UNI Sport Pro die an der WADA beteiligten Regierungen und Sportorganisationen zur Überarbeitung des World Anti Doping Code auf.

Der Aspekt der Leistungssteigerung sollte das einheitliche Kriterium für alle auf der Verbotsliste stehenden Stoffe sein. Ansonsten seien Vier-Jahres-Strafen bei einer ersten Sanktion unangemessen, sie würden weder abschreckend wirken noch die Wirksamkeit des Systems erhöhen.

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