Nach dem Verschwinden von 1,8 Milliarden Dollar durch den Korruptionsskandal bei den Commonwealth-Spielen 2010 in Neu-Delhi hat sich der Hauptangeklagte für unschuldig erklärt.

Ebenso wie Suresh Kalmadi, früherer Chef des Nationalen Olympischen Komitees und Organisationschef der Spiele, lehnten die anderen Angeklagten beim Prozess in Neu-Delhi jede Schuld dafür ab, dass der Etat von zwei auf sechs Milliarden Dollar ausgeufert war und 30 Prozent des Budgets (1,3 Mrd. Euro) in dunkle Kanäle flossen.

Mehrjährige Gefängnisstrafen bis zu lebenslänglich drohen auch Kalmadis Stellvertreter Lalit Bhanot, Generaldirektor V.K. Verma, Baudirektor Surjet Lal, Sportdirektor A.S.V. Prasad, Schatzmeister M. Jayachandran und drei anderen.

Die Spiele, an denen Sportler aus 71 Nationen teilnahmen, waren die kostspieligsten ihre Geschichte. Neben Organisationspannen und verseuchtem Wasser, das zur Erkrankung Dutzender Athleten führte, gab es in Neu-Delhi unter anderem vier Dopingfälle.

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