Der zweimalige Judo-Olympiasieger Masato Uchishiba ist wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden.

Ein Gericht in Tokio sprach den 34-Jährigen schuldig, sich im September 2011 an einer betrunkenen Studentin sexuell vergangen zu haben. Uchishiba kündigte bereits den Gang in die Berufung an.

Der Goldmedaillengewinner von 2004 in Athen und 2008 in Peking hatte während des Verfahrens auf unschuldig plädiert und angegeben, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt habe.

Erst am Vortag war Ryuji Sonoda als Trainer der Nationalmannschaft der Frauen zurückgetreten, nachdem Athletinnen den Ex-Weltmeister beschuldigt hatten, sie unter anderem mit Bambusschwertern geschlagen zu haben. Sonoda bezeichnete die Vorwürfe als "mehr oder weniger wahr."

Laut Beobachtern könnte sich der Skandal in einer der populärsten Sportarten des Landes negativ auf die Bewerbung Tokios für die Olympischen Sommerspiele 2020 auswirken.

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