Deutschlands Spitzen-Judoka Andreas Tölzer kehrt knapp vier Monate nach seiner Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in London in den internationalen Wettkampf-Zirkus zurück.

Das Schwergewicht aus Bonn tritt am Wochenende beim Grand Slam in Tokio an, zum großen Duell mit Erzrivale Teddy Riner wird es allerdings nicht kommen: Frankreichs Olympiasieger verzichtet auf den Trip nach Fernost. In London hatte Tölzer durch sein Halbfinal-Aus das ersehnte Duell mit dem Rekordweltmeister verpasst.

Für den 32 Jahre alten Tölzer, nach dem Rücktritt von Peking-Olympiasieger Ole Bischof der Topstar unter den deutschen Mattenkämpfern, ist es der erste Schritt auf dem langen Weg zu seinen vierten Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

"Bronze hat Lust auf mehr gemacht, so dass ich auch in Rio 2016 an den Start gehen möchte", sagt Tölzer, frischgebackener deutscher Meister und Europapokalsieger mit dem TSV Abensberg.

"Ich habe genug Luft, um mich zu verbessern, kann auch in den nächsten Jahren weiterhin in der Weltspitze mitkämpfen. Daher ist das nächste große Ziel die WM im kommenden Jahr in Rio de Janeiro", sagt Tölzer.

Am Zuckerhut startet er einen erneuten Anlauf auf seinen ersten Weltmeister-Titel: 2010 in Tokio und 2011 in Paris scheiterte er jeweils im Finale an Riner.

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist Tölzer als einziger der vier deutschen Medaillen-Gewinner von London am Start.

Neben dem zurückgetretenen Bischof (Reutlingen/Silber) fehlen auch Dimitri Peters (Rotenburg/Bronze) und Kerstin Thiele (Leipzig/Silber). Der Deutsche Judo-Bund (DJB) schickt insgesamt 16 Kämpfer nach Japan.

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