Der Fall der in Erfurt praktizierten UV-Behandlung von Blut geht vor das internationale Sportschiedsgericht CAS.

Das kündigte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Montag an. Zuvor hatte das Deutsche Sportschiedsgericht (DIS) einen Radsportler freigesprochen, der vor 2011 die Blutbehandlung beim Sportarzt Andreas Franke hatte durchführen lassen.

"Die NADA teilt die Auffassung des Gerichts nicht und will den Fall nun vom CAS prüfen lassen", hieß es.

"Das Urteil des Deutschen Sportschiedsgerichts ist zwar richtungsweisend, aber das heißt nicht, dass wir damit einverstanden sind. Wir wollen nun auf internationaler Ebene Rechtssicherheit vor allem für diesen Tatbestand für den Zeitraum vor 2011 erlangen", erklärte NADA-Chefjustiziar Dr. Lars Mortsiefer.

Das DIS hatte am 2. November entschieden, dass die Methode nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vor 2011 nicht verboten gewesen sei.

Die Regelformulierung, so wurde der Schiedsspruch interpretiert, sei für den Sportler nicht ausreichend erkennbar und zu schwammig gewesen.

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