Nun schaltet sich auch die Politik in die jüngste Debatte um die Förderung deutscher Spitzenathleten ein. Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, begrüßte die kritischen Töne.

"Es ist doch erstaunlich, dass sich jetzt mehr und mehr Verbände zu Wort gemeldet haben. Damit wird deutlich, dass eine breite Debatte gewünscht und auch notwendig ist", sagte die SPD-Politikerin.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass man am bisherigen Modell der Förderung sowie an den Zielvereinbarungen weitgehend festhalten wolle.

Das stieß vor allem beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) und beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auf Kritik.

Freitag, Vize im DLV-Präsidium, sieht Gesprächsbedarf: "Ich würde mir wünschen, dass nicht immer dieselben Personen und Institutionen Konzepte vorschlagen und diskutieren. Das erinnert an einen 'closed shop'."

Die SPD-Politikerin schlug vor, bei der Reform der Förderung nicht nur im eigenen Saft zu schmoren: "Es wäre zweifellos hilfreich, wenn externe Sachverständige eingebunden werden. Ich denke da an Sportwissenschaftler wie Professor Eike Emrich oder Professor Joachim Mester von der Sporthochschule Köln. Außerdem sollte man auch verstärkt Athleten einbeziehen."

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