Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat die Kritik an der angeblich "unverhältnismäßig überhöhten Förderung" ihrer Sportart zurückgewiesen.

"Wenn Eisschnelllauf weiter international erfolgreich sein soll, muss man diese Strukturen finanzieren. Es gibt eben nicht so viele Eisbahnen in Deutschland wie Tischtennisplatten", sagte DESG-Präsident Gerd Heinze. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hatte zuvor eine Grundsatzreform bei Höhe und Verteilung von Fördergeldern angeregt.

"Ich kenne viele Sportarten und Kollegen, die nicht wissen, woher sie das Geld nehmen sollen. Aber das ist eine Diskussion gegen- und untereinander, da kommt nichts bei raus", sagte Heinze zu der seiner Meinung nach "unklugen" Diskussion: "Wenn es um Breitensport geht, ist die Kritik gerechtfertigt. Wenn es aber um Leistungssport geht nicht. Dann werden Äpfel mit Birnen verglichen."

Der DTTB hatte seine Forderungen nach einer Reform mit einem statistischen Vergleich untermauert. Demnach entfielen 2011 in Deutschland auf 1223 Mitglieder in 40 Eisschnelllauf-Vereinen pro Kopf 1406,79 Euro Fördergelder (gesamt: 1,72 Millionen Euro), auf eines von 606.075 Mitgliedern in den 10.742 Tischtennis-Klubs indes nur 1,34 Euro (gesamt: 809.500).

"Der Vereins- und Breitensport ist aber ein entscheidend wichtiger gesellschaftspolitischer Stabilisator in einer der Toleranz und dem Miteinander verpflichteten Demokratie", so DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb.

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