Die finanzielle Rettung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) ist gut drei Monate vor Beginn des Haushaltsjahres 2013 noch immer nicht in Sicht.

Nachdem das Bundesinnenministerium nun im Haushaltsentwurf erklärte, es wolle im kommenden Jahr eine Million Euro einsparen, klafft im NADA-Etat 2013 noch immer eine Lücke von rund 1,3 Millionen Euro.

Kann diese nicht geschlossen werden, will die NADA vor allem bei den Dopingkontrollen sparen.

Bisher ist der Appell von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fast wirkungslos verhallt. Nur das Land Baden-Württemberg hat sich inzwischen bereit erklärt, über drei Jahre insgesamt 128..000 Euro zu Verfügung zu stellen.

Friedrich hatte die Bundesländer, die Wirtschaft und den Sport im Frühjahr aufgefordert, jeweils eine Million für die NADA zuzuschießen.

Klaus Riegert, CDU-Obmann im Sportausschuss, hatte danach an die Zahlungsbereitschaft der übrigen Finanziers eine weitere BMI-Zahlung in Höhe von zwei Millionen Euro geknüpft.

Wie "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung" am Mittwoch berichteten, will das BMI seine Förderung von 131,7 Millionen Euro 2012 auf 129,2 Millionen Euro im Jahr 2013 senken.

Dies sind zwar 2,5 Millionen weniger, doch unter dem Strich verbleibt letztlich mehr. Denn kommendes Jahr entstehen entgegen 2012 keine Entsendungskosten von über fünf Millionen Euro für die Olympiamannschaft.

2013 geben fünf Bundesministerien insgesamt 218,9 Millionen für den Sport, darunter auch das Verteidigungsministerim (64,8 Mio.).

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