Nur wenige Wochen nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in London hat Judoka Ole Bischof seine Karriere beendet.

"Ich möchte ein neues Kapitel beginnen", teilte der Olympiasieger von 2008 mit. Mit seiner zweiten olympischen Medaille in der britischen Metropole war der 33-Jährige aus Reutlingen zum erfolgreichsten deutschen Judoka neben Ex-Bundestrainer Frank Wieneke aufgestiegen.

In einer Neuauflage des Peking-Finales gegen den Südkoreaner Kim Jae-Bum hatte der Routinier in London noch einmal seine kämpferische Klasse gezeigt und auch im Moment der Niederlage Größe bewiesen. "Kim war einfach besser. Ich gönne es ihm", sagte Bischof.

Mit dem Rücktritt seines Schützlings hatte Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), schon länger gerechnet.

"Er hat das nach London angedeutet und es mir heute telefonisch mitgeteilt", sagte er.

Es spreche für den sympathischen Schwaben, dass er jetzt einer neuen Generation mit Blick auf die Spiele 2016 in Rio die Chance ermöglichen wolle, in seine Fußstapfen zu treten.

Trotzdem hofft Frese auf auf eine weitere Zusammenarbeit mit Bischof. "Klar ist es schade. Aber dieses Wissen, diese Erfahrung - das dürfen wir uns nicht nehmen lassen", sagte Frese.

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