Hoffnungsschimmer für die Nationale Anti Doping Agentur (NADA): Baden-Württemberg unterstützt die Bonner Doping-Jäger in den kommenden drei Jahren mit einem Beitrag von 128.000 Euro.

Das "Ländle" ist damit das erste Bundesland, das sich stärker an der Finanzierung der Agentur beteiligt. Zuletzt klaffte eine Lücke von 1,3 Millionen Euro im Etat der NADA.

"Ich freue mich über das Engagement von Baden-Württemberg und hoffe, dass sich andere Länder ein Vorbild daran nehmen", sagte der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Der CSU-Politiker forderte erneut: "Die Integrität des Sports ist ein Anliegen, das alle gleichermaßen betrifft und das alle gleichermaßen in die Pflicht nimmt."

Die NADA begrüßte das Engagement von "Sportminister" Friedrich im Anti-Dopingkampf. "Innenminister Friedrich hat durch den von ihm einberufenen Runden Tisch Bewegung in die künftige Finanzierung der NADA gebracht", sagte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann: "Jetzt brauchen wir möglichst viele Nachahmer unter den anderen Bundesländern."

Baden-Württembergs Sportministerin Gabriele Warminski-Leitheußer betonte, dass die Dopingbekämpfung im Spitzensport von großer Bedeutung sei. Bereits mit der Einrichtung der Freiburger Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für den Kampf gegen Doping habe sich das Land engagiert. "Mit der Unterstützung der NADA übernehmen wir in diesem Bereich eine Vorreiterrolle unter den Bundesländern", sagte Warminski-Leitheußer.

Friedrich hatte Ende Februar zu einem Runden Tisch nach Berlin eingeladen und vor allem der Wirtschaft und den Bundesländern ins Gewissen geredet, sich stärker an dem NADA-Etat von knapp 6,5 Millionen Euro zu beteiligen. Die Länder wollten zu dem Zeitpunkt für 2013 gerade einmal 14.000 Euro geben, die Wirtschaft nur 300.000 Euro. Angestrebt werden sollte eine Beteiligung beider Parteien von je 850.000 Euro.

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