Die deutsche Männerstaffel der Modernen Fünfkämpfer hat sich bei der Weltmeisterschaft in Rom durch einen sensationellen Schlussspurt im abschließenden Combined-Event die Silbermedaille erkämpft und damit an den Gold-Erfolg der Frauen vom Montag angeknüpft.

Delf Borrmann, Alexander Nobis und Stefan Köllner schrammten beim Sieg der Südkoreaner (6238) mit 6208 Punkten dabei nur hauchdünn an einem noch größeren Coup vorbei. Bronze ging an Russland (6194), das in Führung liegend in die letzte Teildisziplin gegangen war.

Bundestrainer Iri Zlatanov hatte eigentlich nicht mit einer Medaille gerechnet. "Das war heute so nicht geplant, im Combined wollten wir eigentlich nicht mehr 100 Prozent gehen, aber die Jungs haben sich fürs Kämpfen entschieden", sagte der Coach. Das Edelmetall nahm er aber doch gerne mit.

"Die Jungs haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Am Ende lief es fast noch auf Gold hinaus, aber wir sind natürlich auch so sehr zufrieden. Ich freue mich für die Jungs. Ich hoffe, dass sie noch Reserven für das Halbfinale im Einzelwettkampf haben", sagte Zlatanov.

Die von Bundestrainer Iri Zlatanov trainierte deutsche Staffel war mit dem viertbesten Fechtergebnis der zwölf angetretenen Nationen hoffnungsvoll in den Wettkampf gestartet.

Nach dem schlechtesten Schwimmresultat aller Teilnehmer und ebenfalls schwachen Leistungen im Reiten ging das Trio allerdings bereits mit 59 Sekunden Rückstand in das abschließende Combined-Event und drohte Edelmetall zu verpassen.

Doch durch eine makellose Vorstellung in der Schlussdisziplin aus Laufen und Schießen, mit dem es das zweitschnellste Team aus Mexiko mit knapp 45 Sekunden distanzierte, schaffte das deutschen Team noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung auf das Podest.

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