Die Sponsorenvereinigung S20 stellt für die Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) Unterstützung aus der Wirtschaft in Aussicht, sieht aber zunächst die Bundesländer in der Pflicht.

"Ich habe den Eindruck, dass es in der S20 Unternehmen gibt, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zur Finanzierung der NADA leisten wollen", sagte S20-Geschäftsführer Josef Stadtfeld und bezog sich auf eine Versammlung, in der die S20-Mitglieder über die Ergebnisse des "Runden Tisches" mit Innenminister Hans-Peter Friedrich informiert worden waren.

Stadtfeld ergänzte: "Klar ist aber auch, und das hat Innenminister Friedrich am Runden Tisch in Berlin auch sehr deutlich gemacht, dass zunächst die Länder in der Pflicht stehen. Das sehen wir genauso und gehen deshalb davon aus, dass kein Unternehmen sich positionieren wird, bevor dies die Länder getan haben."

Die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Heike Taubert aus Thüringen, hatte betont, dass ihre Ressortkollegen sich mit der Frage "bei Gelegenheit" beschäftigen würden, Ergebnisse seien nicht vor Herbst zu erwarten.

Die Fraktionen der Regierungsparteien von CDU und CSU hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, der Bund werde für 2013 zusätzlich zwei Millionen Euro bereitstellen, falls die Länder, die Wirtschaft und der Sport jeweils eine Million Euro zusätzlich beisteuern.

Der NADA droht für 2013 eine Etatlücke von 1,35 Millionen Euro. Finanzielle Einbußen bekäme vor allem der Bereich Dopingkontrollen zu spüren.

Shareholder der NADA sind neben der Wirtschaft noch Bund, Länder und der Sport. Zur S20 gehören Großkonzerne wie Bayer, Siemens, die Telekom, Coca Cola und Evonik.

Weiterlesen