Manni, Uwe und Peter Ludolf (v.r.n.l.) leiten in Dernbach eine Autoverwertung © getty

Die Ludolfs sind Kult und Kenner der Autoszene. Bei SPORT1 sprechen sie über Knochenbrüche, Michael Schumacher und Schalke 04.

Von Benjamin Bauer

München - Motorengeräusche, Pferdestärken und ihr Schrotthandel sind das Leben von Manni, Uwe und Peter Ludolf, besser bekannt als "Die Ludolfs".

Die drei Brüder sind mittendrin bei allem, was Gas, Bremse und Kupplung hat und werden mit einem getunten Lincoln am SPORT1 Trackday (Sa., ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) teilnehmen.

Im Interview mit SPORT1 sprechen die die drei über Idole, Knochenbrüche und ihre neue Sendung "SEK Ludolf - das Schrott Einsatz Kommando". (Mi., ab 21.15 Uhr im TV auf SPORT1)

SPORT1: Wenn Michael Schumacher mit seinem Formel-1-Boliden bei den Ludolfs vorfahren würde ? hätten Sie auch Ersatzteile für seinen Renner?

Die Ludolfs: Nein, den Wagen würden wir ausschlachten. Formel-1-Teile können wir noch gebrauchen. Und wir würden wetten, dass wir das Auto in anderthalb Stunden auseinandergenommen haben.

SPORT1: Wer von Ihnen ist denn der beste Autofahrer?

Die Ludolfs: Alle etwa gleich. Uwe fährt aber am gefährlichsten und am meisten kaputt. Manni fährt radikal und schnell.

SPORT1: Der Formel-1-Rennstall McLaren hat am Hockenheimring kürzlich mit 2,31 Sekunden einen Rekord für Boxenstopps aufgestellt. Wie lange hätten die Ludolfs benötigt?

Die Ludolfs: Zwei Stunden, aber wir können auch schneller. Ein tolles Erlebnis bei einer Tourenwagenveranstaltung war übrigens mal bei einem Prominenten-Rennen, als Uwe ins Kiesbett gefahren ist und andere Teilnehmer wie Schauspieler und Weltmeister hinterher. Wir machen ja viel mit, waren auf dem Hockenheimring und Nürburgring und sind LKW-Rennen gefahren.

SPORT1: Haben Sie Idole aus dem Motorsport?

Die Ludolfs: Ja, Michael Schumacher ? und er wird es für uns immer bleiben, egal was passiert. Wir haben ihn immer im Herzen. Er soll sich aber bloß nicht kaputtfahren. Aber auch Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck sind ganz Große.

Ein großer Fahrer und Super-Super-Idol ist auch Sebastian Vettel. Auch Niki Lauda ist ein Idol für uns. Aber es gibt auch andere, die wir sehr gern haben ? zum Beispiel TV-Moderator Christian Clerici oder Surf-Weltmeister Björn Dunkerbeck.

SPORT1: Mit Autos kennen Sie sich ja aus. Wie sieht es denn mit dem Motorrad aus? SPORT1 zeigt ja die MotoGP live?

Die Ludolfs: Die Motorrad-Fahrer würden wir gern kennenlernen. Das sind für uns große Helden. Michael Schumacher ist ja auch mal Motorrad gefahren ? und hat sich verletzt. Wir haben bei uns ganz viele Plakate von den Fahrern hängen.

SPORT1: Die Fußball-Bundesliga hat wieder losgelegt. Wer wird Deutscher Meister?

Die Ludolfs: Wir haben die alle lieb und der beste wird Deutscher Meister. Wir waren in vielen Trainingslagern - und die Jungs geben sich alle Mühe. Wir legen uns nicht auf einen Verein fest ? wir werden sehen, wer siegt. Das sind alles große Sportler, egal wer Erster, Zweiter oder Dritter wird.

SPORT1: Sind die Ludolfs auch Fan von einem Verein?

Die Ludolfs: Ja, wir haben viel Kontakt zu den Fans und Spielern. Vor allem von Schalke 04. Aber im Sport sind wir Box- und natürlich Motorsport-Fans, da speziell vom Driften.

SPORT1: Wie sieht es denn mit dem Sport bei den Ludolfs aus? Welchen betreiben Sie aktiv?

Die Ludolfs: Wir sind groß im Motorsport aktiv. Quad oder auch Kart fahren lieben wir. Manni wollte einen Marathon mit Joey Kelly absolvieren. Die beiden waren sogar im Training, dann wurde das aber abgesagt. Wir machen das Extreme mit ? wie letztens Panzer fahren, bei dem Peter mit kaputten Knochen mitgemacht hat. Oder auch Cessna fliegen oder ein U-Boot lenken.

Wir haben keine Angst vor Sport und es ist das Beste, was es überhaupt gibt. Wir machen alles mit. Ich habe 15 Kilo abgenommen, damit ich noch mehr Sport machen kann und fit für die nächsten Rennen bin. Peter hat sich kürzlich mehrere Zehen gebrochen. Aber dann wird eine Schmerztablette genommen und eine Stunde später merkt man nichts mehr. Wir sind keine Weicheier.

SPORT1: Sind Fußballer für Sie dann Weicheier?

Die Ludolfs: Nein, das sind Idole für uns. Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der EM eine große Leistung gebracht. Kompliment von uns an die Jungs. Außerdem treten die sich ja in die Knochen und tragen keinen Helm. Fußballer sind Power-Menschen und Sportler ersten Grades. Auf Fußballer lassen wir nix kommen.

SPORT1: Auf SPORT1 starten Sie mit der Sendung "SEK Ludolf ? Das Schrott Einsatz Kommando" (Mi., ab 21.15 Uhr im TV auf SPORT1). Was erwartet den Zuschauer dort?

Die Ludolfs: Auf jeden Fall viel Spaß. Wir bieten viel Action und Fantasie. Es ist eine bunte Mischung mit Spannung - typisch Ludolfs eben. Wir sind mit Autos über Menschen gesprungen, haben Überschläge gemacht und viel mehr ? bis hin zum Schulterbruch. Vor allem die vierte Folge hat es in sich.

SPORT1: Am 8. September steigt der SPORT1-Trackday in Oschersleben. Auch die Ludolfs sind mit einem alten Lincoln am Start. Was packen Sie mit dem Wagen? (Mehr zum Trackday)

Die Ludolfs: Der Lincoln ist richtig laut und hat Power ? außerdem ist er mit Baujahr 1977 neuer als wir und hat schon einen Porsche und einen Achtzylinder im Wind stehen lassen. Aber wir müssen nur Blödsinn machen dürfen, dann sind wir schon glücklich.

SPORT1: Dann sind die Ludolfs also fit und Favorit?

Die Ludolfs: Ja, aber gegen die anderen Wagen mit 800 oder 900 PS und dabei nur 600 oder 700 Kilogramm Gewicht werden wir nur Spaß haben. Unser Wagen wiegt ja mit uns über drei Tonnen.

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