Das Jahr nach der Sternstunde verläuft sportlich eher durchwachsen. Größere Schlagzeilen macht sie abseits des Platzes mit ihrer Beziehung zu Moderator Oliver Pocher
Tennisspielerin Sabine Lisicki und Comedian Oliver Pocher sind seit kurzem ein Paar © getty

Die Bayern gewinnen auch in Baden-Baden und bekehren ärgste Gegner. Lisicki kriegt Kuschel-Ersatz, ihr Freund kein Mikro.

Aus Baden-Baden berichtet Michael Spandern

Baden-Baden - Der BVB hat die Meisterschaft abgeschrieben (Bericht), eine Comedy-Größe rückt von anti-bayrischen Tresenparolen ab.

Kabarettist Wolfgang Trepper, MSV-Duisburg-Fan und von Kindheit an auf Antipathie zum FC Bayern gepolt, hatte in Baden-Baden die Lobrede auf eben jene Münchner zu halten.

Und er nutze sie, um Abbitte zu leisten bei dem Team, das im Journalisten-Votum haushoch vorne lag. Nein, kein Dusel, kein Alles-Wegkaufen, sei der Grund fürs Triple. Sondern guter Fußball. Verdammt guter.

Müller-Hohenstein sieht immer mehr Bayern-Liebe

Karl-Heinz Rummenigge nahm äußerst amüsiert zu Kenntnis, wie Trepper zu Kreuze kroch und die Einschätzung von Gala-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein bestätigte: "Seit diesem Jahr wird der FC Bayern noch mehr gemocht."

Der Vorstands-Vorsitzende Rummenigge, zusammen mit den verletzten Bastian Schweinsteiger und Holger Badstuder in den Kurort gejettet, wollte dann dem ZDF auch nicht widersprechen, das die Münchner als "unschlagbar, unaufhaltsam, unwiderstehlich" pries.

Die Dominanz-Debatte überlässt er mal schön Matthias Sammer. Oder führt sie mit ihm in Marokko, falls auch Guangzhou Evergrande im Halbfinale der Klub-WM nur Opfer ist.

Die Bayern jubeln bei Twitter:

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DFB-Präsident will wiederkommen

In Baden-Baden allerdings traten die Fußball-Frauen dominanter auf als die Fußball-Männer. Die drei Bayern-Abgesandten wurden bald von Silvia Neids Europameisterinnen und den Triple-Siegerinnen vom VfL Wolfsburg an den Rand gedrängt (Bericht).

Hinter dem FCB (3782 Punkte) hatten sie sich mit 1562 und 1134 Punkten auf dem Podium platziert.

Eine Fußball-Dreifaltigkeit, die DFB-Präsident Wolfgang Niersbach fast schon peinlich war. Dennoch sagte er - an die Chancen von Joachim Löws Mannen bei der WM denkend: "Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr mit einer anderen Mannschaft eingeladen werde."

Harting glaubte an Vettel-Sieg

Diesmal aber saß er neben zwei Leichtathletik-Weltmeistern, denen er via Fernsehen die Daumen gedrückt hatte ("Da ist man Patriot"):

Speerwerferin Christina Obergföll (3552) gewann die Wahl erstmals, Diskus-Riese Robert Harting (2920) siegte wie im vorigen Jahr vor Sebastian Vettel - wenn auch nur mit 132 Punkten Vorsprung.

Da der Formel-1-Abo-Champion ebenso fehlte wie Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe, kommentierte Harting süffisant: "Ich bin eh der einzige, der da ist." Allerdings sei er "fest davon ausgegangen, dass diesmal Sebastian das Ding holt".

So bedankt sich Robert Harting bei Facebook:

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"Hoffe, dass uns das weiterhilft"

So aber feierte er mit Obergföll einen Doppelsieg. "Das zeigt, dass Leichtathletik eine starke Sportart in Deutschland ist", sagte diese zu SPORT1. "Ich hoffe, dass uns das weiterhilft."

Ihr Titel von Moskau half ihr im Übrigen nicht nur, den Ruf der ewigen Zweiten loszuwerden, sondern auch den Nachnamen zu behalten.

Sonst hätte sie seit der Heirat am 13. September Christina Henry geheißen, nun hört ihr Trainer und Gatte auf den Namen Boris Obergföll.

Vor zwei Wochen ist das Ehepaar in ein neu gekauftes Haus gezogen und hofft auf Nachwuchs. Und Moderator Rudi Cerne verfügt: "Wenn's ein Junge wird, heißt er Henry."

Pocher im Blitzlichtgewitter

Ganz so weit in der Familienplanung ist die Zweitplatzierte der Wahl noch nicht. Doch das Liebesleben von Sabine Lisicki beschäftigt den Boulevard umso mehr.

Schließlich ist Comedian Oliver Pocher der Auserwählte und genoss den Auftritt im Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich: "Ich bin als Sportler des Jahres nominiert, bei mir lief es in diesem Jahr sehr gut."

Während der Gala allerdings verpasste Cerne dem Komiker einen Maulkorb: "Gebt dem Mann kein Mikro!"

Erdbeere für Lisicki

Und während Pocher im Publikum ausharren musste, erhielt Lisicki auf der Bühne Ersatz zum Kuscheln: eine übergroße Plüsch-Erdbeere.

Die sollte die 24-Jährige natürlich an ihre mitreißende Auftritte in Wimbledon erinnern - wo die Frucht die Standardspeise ist. Erst im Finale scheiterte Lisicki unter Tränen an Marion Bartoli.

Doch auch ohne Turniersieg in diesem Jahr eroberte sie mit 2806 Stimmpunkten fast doppelt so viele wie Ski-alpin-Weltmeisterin Maria Höfl-Riesch (1455) auf dem dritten Platz.

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