Den Spitznamen "The Rocket" trägt O'Sullivan wegen seines schnellen Aufstiegs © getty

"The Rocket" schlägt im WM-Finale Allister Carter, sichert sich seinen vierten Titel und zieht mit einer Legende gleich.

Von Dominik Laska

München - Ronnie O'Sullivan hat zum vierten Mal in seiner Karriere den Weltmeistertitel im Snooker geholt.

Durch einen 18:11-Sieg gegen Allister Carter sicherte sich der 36-Jährige in Sheffield den Titel.

Das diesjährige Finale war die Wiederauflage des Finales von 2008, als "The Rocket" ebenfalls seinen Landsmann Carter besiegte. Damals endete das Duell der beiden Engländer 18:8.

Der frisch gebackene Weltmeister war nach dem Match sichtlich erleichtert: "Es ist sehr hart hier her zu kommen und dem Druck für 17 Tage stand zu halten. Es ist ein Ausdauertest, wie bei einem Ironman. Hier geht es nicht nur um Snooker, sondern vor allem darum seine Emotionen unter Kontrolle zu halten."

Absage an Rücktrittsgerüchte

Den Rücktrittsgerüchten, die während der WM aufkamen, erteilte O'Sullivan vorerst eine Abfuhr: "Ich werde eine so ungefähr sechsmonatige Pause einlegen, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Dann werde ich die Situation neu einordnen." (Ronnie O'Sullivan: Ein Genie mit zwei Gesichtern)

Auch der geschlagene Kontrahent konnte die Leistung seines Gegners nur über alle Maßen loben und war sogar schon zu einem kleinen Witz aufgelegt:

"Vielleicht werde ich mal gewinnen, wenn er in den Ruhestand geht."

Gleichstand mit Higgins

Für O'Sullivan bedeutet der vierte Titelgewinn in der ewigen Bestenliste der Weltmeisterschaft im Crucible Theatre Gleichstand mit John Higgins, der ebenfalls auf vier Weltmeistertitel kommt. Bereits in den Jahren 2001, 2004 und 2008 konnte sich der Mann aus Wordsley den Titel sichern.

Im legendären Crucible Theatre, wo seit 1977 die Weltmeisterschaft im Snooker ausgetragen wird, gewannen nur Steve Davis (6) und Stephen Hendry (7), der seine Karriere nach dem Viertelfinal-Aus in diesem Jahr beendete, mehr Titel.

Weiterlesen