Tyson Gay ist einer von drei überführten Dopingsündern beim Diamond-League-Meeting in Zürich
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Der amerikanische Sprintstar Tyson Gay ist wegen Dopings mit einer Sperre für ein Jahr belegt worden und musste zudem seine Silber-Medaille von den Olympischen Spielen 2012 zurückgeben.

Das teilte die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) am Freitag mit.

Der 31-Jährige akzeptierte demnach die Sperre, die rückwirkend am 23. Juni 2013 beginnt - dem Tag, an dem die positive Probe entnommen worden war. Gay wird bereits im kommenden Monat wieder an Wettkämpfen und zukünftig auch an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

Wie die USADA mitteilte, wurde bei Gay ein verbotenes Steroid nachgewiesen. Schon im Juli des vergangenen Jahres hatte die Agentur die positiven Tests bestätigt. Gay habe nun durch seine Kooperation während der Untersuchungen eine härtere Bestrafung verhindert.

Für sein erstes Dopingvergehen hatte dem zweitschnellsten Mann der Geschichte eine zweijährige Sperre gedroht. Die Entscheidung kann nun vom Leichtathletik-Weltverband IAAF und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angefochten werden.

"Wir halten es Tyson zugute, dass er sich sofort von den Wettkämpfen zurückgezogen hat, als wir ihn damals benachrichtigt haben", sagte USADA-Chef Travis Tygart:

"Er hat Verantwortung für seine Entscheidungen übernommen und hat auch bei den Untersuchungen über Hintergründe aufrichtig mit uns zusammengearbeitet."

Gay hatte nach dem positiven Befund umgehend seinen Verzicht auf die Weltmeisterschaften 2013 in Moskau erklärt und seitdem an keinen Wettkämpfen teilgenommen.

Neben der Sperre werden dem Dreifach-Weltmeister von 2007 zudem alle Wettkampfergebnisse seit dem 15. Juli 2012 aberkannt, da er an diesem Tag erstmals eine verbotene Substanz verwendet haben soll.

Damit verliert Gay auch die Silbermedaille, die er bei den Spielen in London mit der Staffel über 4x100 m gewonnen hatte. Die Medaille sei nun bereits im Besitz des nationalen Olympischen Komitees, wie die USADA mitteilte.

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