Charles Friedek wurde 1999 Weltmeister im Dreisprung © getty

Ex-Weltmeister Charles Friedek geht im Schadensersatz-Prozess um seine Nicht-Nominierung für Olympia 2008 in Peking leer aus.

Nachdem das Landgericht Frankfurt/Main 2011 dem heutigen Dreisprung-Bundestrainer eine hohe Summe zugesprochen hatte, hob das Oberlandesgericht Frankfurt am Freitag das Urteil letztinstanzlich auf und versagte dem 42-Jährigen eine Entschädigung.

Die Vorinstanz hatte nach Auffassung des OLG die Nominierungsrichtlinien falsch ausgelegt.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: "Das Urteil bestätigt die Nominierungshoheit des Sports für dessen Wettkämpfe und gibt beiden Seiten, Athletinnen und Athleten ebenso wie Sportverbänden, Rechtssicherheit im Nominierungsverfahren."

Charles Friedek hatte auf 133.500 Euro Schadenersatz geklagt.

Nach seiner Darstellung hatte er die Olympia-Norm von zweimal geforderten 17 Metern innerhalb eines Wettbewerbs am 25. Juni 2008 in Wesel erfüllt.

Das erkannte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) allerdings nicht an.

Der Verband verlangte, dass die Weite bei zwei verschiedenen Wettkämpfen erlangt werden müsse.

Das Deutsche Sportschiedsgericht gab Friedek damals Recht, aber der DOSB nominierte ihn nicht.

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