Christina Obergföll (l.) und Robert Harting übergeben den Erlaubnisantrag © getty

Startschuss für die Deutsche Sportlotterie: Zwei Tage nach ihrer Wahl zu Deutschlands "Sportlern des Jahres" übergaben am Dienstag in Mainz die Weltmeister Robert Harting und Christina Obergföll den Erlaubnisantrag an den rheinland-pfälzischen Sportminister Carsten Kühl.

"Ein formaler Akt, aber jetzt kann es im Frühjahr losgehen", meinte Harting.

Der 28 Jahre alte Olympiasieger von London 2012 hatte die DSL auf der Suche nach Geldquellen für den Spitzensport zusammen mit dem Unternehmer Gerald Wagener auf den Weg gebracht.

Inzwischen ist auch der Sportartikelhersteller adidas eine tragende Säule. Die Lotterie soll die Athleten sozial besser absichern, da die Stiftung Sporthilfe trotz ihres großen Geldtopfes nur begrenzte Fördermittel hat. 35 Prozent der DSL-Einnahmen sollen in den Sport fließen, ein Beirat entscheidet über die Mittelverteilung.

Harting sagte angesichts einiger Bedenken von Seiten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Ich sehe die DSL nicht als Konkurrenz zur Glücksspirale. Langfristiges Ziel ist eine Grundförderung von 1000 statt bislang 300 Euro monatlich. Harting: "Die Athleten sollen sich auf ihren Sport konzentrieren können, und sich nicht ständig Sorgen machen müssen, ob das Geld noch reicht."

Der Hunderte von Seiten starke Antrag, den auch Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink mitüberbrachte, wird vor seiner Genehmigung vom Glücksspiel-Kollegium geprüft.

"Keine Ahnung, wie lange das dauert, das Gremium tagt einmal im Monat", meinte Kühl.

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