Harting (r.)ist derzeit Olympiasieger, Weltmeister und Europameister im Diskus © getty

Robert Harting hat nach seiner Wiederwahl zu Deutschlands "Sportler des Jahres" Bundespräsident Joachim Gauck für dessen Verzicht auf die Olympiareise nach Sotschi kritisiert.

Der Diskus-Olympiasieger meinte bei der Pressekonferenz in Baden-Baden mit Blick auf die Winterspiele 2014 (7. bis 23. Februar): "Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die Fußball-Nationalmannschaft im Trainingslager besucht, hat das eine starke Symbolik. Es heißt für die Bevölkerung: Das ist ein wichtiges Ereignis. Und wenn Joachim Gauck nicht kommt, ist das auch ein Zeichen."

Das sei "das falsche Signal".

Gauck hatte vor einer Woche erklärt, er werde die Winterspiele nicht besuchen, dies aber nicht offiziell begründet. Russland steht derzeit unter anderem wegen seines Anti-Homosexuellen-Gesetzes und der andauernden Unterdrückung der Opposition international in der Kritik.

Bei den Sommerspielen und den Paralympics 2012 in London war Gauck vor Ort gewesen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte darauf verwiesen, dass ein Besuch des Bundespräsidenten in Sotschi nicht vorgesehen gewesen sei.

Stattdessen plane Gauck eine Willkommensfeier für die Deutsche Olympiamannschaft in München.

Der DOSB habe Gauck eingeladen, "die deutsche Olympiamannschaft bei dieser Gelegenheit zu empfangen und zu begrüßen."

Dies empfinde die Mannschaft als Zeichen der Anerkennung und des Ansporns."

IOC-Präsident Thomas Bach hatte gesagt, Gauck würde auf die Reise nach Sotschi "aus protokollarischen Gründen" verzichten.

"Ich kenne Bundespräsident Gauck und weiß, dass er ein sehr direkter Mann ist. Wenn er seinen Verzicht als Protest verstanden gewusst haben wollte, hätte er dies auch so gesagt."

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