Die Förderung deutscher Spitzenathleten durch eine Sportlotterie werde sich laut Diskus-Olympiasieger Robert Harting schon bald auf die Erfolgsquote auswirken.

Der mehrfache Weltmeister rechnet bereits in vier bis fünf Jahren mit einem "deutlichen Impact auf den Medaillenspiegel", wie er am Mittwoch im Berliner Olympiastützpunkt mitteilte.

"Wir wollen das Existenzrisiko von Sportlern verringern, damit sie die Leidenschaft für ihre Disziplin nicht drosseln müssen", nannte Harting eines der Ziele der Sportförderung. Zugleich dürfe sie die Sportler aber nicht "sättigen".

Das jüngst angekündigte neue Sportfördersystem soll im Idealfall im kommenden Frühjahr starten und aus rechtlichen Gründen in einem Online-Format stattfinden.

In der Sportlotterie, die sich am Beispiel Großbritanniens orientiert, sollen an den Gewinner maximal 250 000 Euro ausgeschüttet werden.

Die Gewinnchancen stünden laut Harting etwa zehnmal besser als im klassischen Lotto "6 aus 49". Mindestens 35 Prozent der Einnahmen sollen dabei in die Sportförderung fließen.

Über die Verteilung der Gelder entscheide ein achtköpfiges Gremium, zu dem außer dem PR-Frontmann Harting drei weitere Sportler sowie je vier Gesellschafter der Sportlotterie zählen.

Neben der Sporthilfe gehören dazu die Unternehmer Gerald Wagener und Torsten Toeller.

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