Silke Spiegelburg kann mit ihren vierten Plätzen bei den letzten drei internationalen Groß-Events leben.

Dabei hilft ihr bestimmt auch der 40.000-Euro-Jackpot, den sie sich bei der Diamond League in Zürich zum dritten mal in Folge sichern konnte.

Trotzdem kritisiert die Hochspringerin den Medaillen-Druck im deutschen Sport: "Es sind leider in Deutschland alle nur noch auf Medaillen aus, das finde ich persönlich schade. Wir hatten in Moskau viele, die Vierte oder Fünfte mit tollen Bestleistungen geworden sind", sagte die 27-Jährige bei SPORT1.

Spiegelburg hatte zuvor hintereinander bei den Europameisterschaften, Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften Bronze nur knapp verpasst.

Besonders mit Platz vier bei der vergangenen WM in Moskau hat sie ihren Frieden gemacht.

"In diesem Jahr war es etwas anders als im vergangenen: Sowohl bei der EM in Helsinki als auch bei den Olympischen Spielen in London war ich die Favoritin. Diesmal wusste ich, dass Drei - die Weltrekordhalterin, die Olympiasiegerin und die Weltjahresbeste - vor mir einfach besser waren."

Und weiter: "Ich habe einen sehr guten Wettkampf gemacht und Saison-Bestleistung gebracht, war also genau auf dem Höhepunkt genau fit."

Dass sie von Passanten oft auf ihre vierten Plätze angesprochen wird, nimmt Spiegelburg mit Humor: "Damit hätte ich nicht gerechnet, dass sich über vierte Plätze auch ein Bekanntheitsgrad erhöht."

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