Überraschende Niederlage der deutschen Stabhochsprung-Asse gegen Brasiliens Olympiahoffnung für Rio 2016: Der erst 19 Jahre alte Thiago da Silva hat am Donnerstag in Leverkusen die Stabhochsprung-Classics gewonnen.

Mit auf Anhieb übersprungenen 5,82 m lag da Silva vor Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), der die Höhe erst im zweiten Versuch meisterte und dann bei 5,94 m von Krämpfen gestoppt wurde.

Dritter wie bei der WM in Moskau war der Olympiazweite Björn Otto (Köln), der im internen Saison-Duell mit Holzdeppe nur noch 6: 5 führt. Da Silva scheiterte am Schluss beim Versuch, den Südamerika-Rekord auf 5,88 m zu steigern, Otto wie Holzdeppe an 5, 94 m. "Es war einfach zu dunkel, man konnte den Einstichkasten kaum noch sehen", meinte der Kölner.

Da Silva gilt als herausragendes Talent, geformt von Witali Petrow, der 1983 den damals ebenfalls 19 Jahre alten Sergej Bubka in Helsinki zum WM-Titel führte. Der Brasilianer verpasste Gleiches vor zwei Wochen in Moskau, als er in der WM-Qualfikation scheiterte.

Angesichts seiner 5,55 m aus dem Vorjahr galt sein Südamerika-Rekord von 5,83 m am 5. Juli als sensationell. In Leverkusen hat der 19-Jährige erst zum zweiten Mal mehr als 5,60 m übersprungen und dabei erstmals Weltklasseathleten bezwungen.

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