Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer hat mit Unverständnis auf die Forderung des früheren Nationaltorwarts Jens Lehmann reagiert, Doping zur Beschleunigung des Heilungsprozesses bei verletzten Sportlern freizugeben.

"Ich finde es schon bedenklich, dass sich ein solch verdienter Sportler so in diese Richtung äußert", sagte Bayer im Interview mit SPORT1.

Der Gebrauch von Dopingmitteln im Verletzungsfall sei genauso wie die Einnahme Mitteln zur Leistungssteigerung eine "Form von wissentlichem Betrug und moralisch daher verwerflich".

Zudem warnte Bayer vor den Folgen einer Doping-Freigabe. "Jeder Sportler würde doch zu Doping 'gezwungen', um überhaupt noch eine Selbstverwirklichung in Form von sportlicher Höchstleistung, Anerkennung und Ruhm zu finden", sagte Bayer: "Das kann nicht der Willen und das Ideal der Gesellschaft und aller Beteiligten sein. Noch viel erschreckender sind doch die Spätfolgen, die in solchen Debatten aktuell gar keine Bedeutung finden."

Weiterlesen