Neue Dopingfälle in Osteuropa: Russlands Leichtathletik-Verband hat Anna Awdejewa, Hallen-Europameisterin von 2011, gesperrt und der türkische Verband für ebenfalls zwei Jahre die Olympiafünfte über 100 m Hürden, Nevin Yanit.

Yanit, Europameisterin von 2010, war zusammen mit ihren Landsleuten Esref Apak, Olympiazweiter von Athen 2004 im Hammerwurf, und der 1500-m-Olympiasiegerin von London 2012, Asli Cakir Alptekin, bereits als positiv getestete Athletin bekannt gegeben worden.

Angesichts der rund 30 aktuellen Dopingfälle in der Türkei hatte Lamine Diack, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), bereits gewarnt, ohne verstärkte Anti-Doping-Anstrengungen gebe es keine Sommerspiele 2020 für Istanbul. Gegenkandidaten am 7. September in Buenos Aires sind Madrid und Tokio.

Anna Awdejewa wurde 2013 bereits als fünfte Weltklasseathletin ihres Landes wegen Dopings gesperrt und zählt zum Kreis der ebenfalls rund 30 dopingsuspendierten russischen Leichtathleten. Die 28 Jahre alte Hallen-Europameisterin von 2011 und WM-Fünfte von Berlin 2009 wurde bei einer Kontrolle am 30. Juli im Trainingslager Podolsk überführt. Bei der EM-Dritten von 2010 wurde das aus DDR-Zeiten bekannte Steroid Oralturinabol gefunden.

Zuvor hatte die Diskus-Olympiazweite Darja Pischtschalnikowa bei Nachtests der WM-Proben von 2005 (Steroid Oxandrolon) ihren Titel verloren und war als Wiederholungstäterin für zehn Jahre gesperrt worden.

Ebenfalls beim Nachtest alter Proben war im April die frühere Hammerwurf-Weltrekordlerin Olga Kusenkowa überführt worden und hatte den WM-Titel 2005 an die Kubanerin Yipsi Moreno verloren.

Im Februar hatte die IAAF die Mittelstreckenläuferinnen Julia Russanowa (800 m) und Olesja Syrewa sowie Michail Lemajew (Marathon) nach Abweichungen im biologischen Pass für zwei Jahre gesperrt.

Hier gibt's alle Leichtathletik-News

Weiterlesen